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Der Tieranwalt ist unnötig

Der Tieranwalt ist unnötig und bürokratisch
Das Komitee „NEIN zur nutzlosen Tieranwalt-Initiative" nimmt die Argumente der Initiativbefürworter anlässlich ihrer heutigen Medienkonferenz zur Kenntnis. Diese Argu-mente überzeugen nicht. Die Schweiz hat ein Tierschutzrecht, das weltweit zu den strengsten zählt. Der Tieranwalt verbessert diese Situation nicht. Vielmehr führt er zu mehr kostspieliger Bürokratie und Leerlauf. Das Wohl der Tiere kann nur über einen strengen Vollzug der Gesetzgebung sowie durch Information, Prävention und Ausbildung sichergestellt werden.
 
Die Tieranwalt-Initiative ist eine Mogelpackung. Sie nützt bestenfalls den Juristen, aber nicht den Tieren, denn:
... die Initiative ist unnötig, da in der Schweiz bereits ein vorbildliches Tierschutzni-veau besteht
- Die Schweiz hat weltweit eins der strengsten Tierschutzgesetze (TschG).
- Ein strenger Vollzug gewährleistet die Einhaltung der Vorschriften.
- Information, Ausbildung und Motivation der Tierhalter stehen beim TschG im Vordergrund.
... die Initiative verursacht hohe Kosten 
- Tierschutzanwälte führen zu höheren Kosten für die Kantone und belasten die Gerichte. 
- Der Verwaltungs- und Kontrollapparat ist riesig und sollte nicht weiter aufgebläht werden.
- Auch Tierhalter werden durch Anwalts- und Verteidigungskosten zur Kasse gebeten.
... die Initiative ist ordnungspolitisch falsch
- Das Anliegen der Initianten gehört nicht in die Bundesverfassung. 
- Die Organisations- und Rechtshoheit der Kantone darf nicht weiter eingeschränkt werden. 
- Die Kantone können bereits heute Tierschutzanwälte einsetzen (wie z.B. Zürich).
... die Initiative nützt den Tieren nichts 
- Tieranwälte verhindern Tierquälerei nicht, da sie erst nach einer Tat zum Zug kommen.
- Es werden auch unnötige Verfahren zwecks Legitimation der Anwaltsstellen durchgeführt.
 
All diese Gründe sprechen für eine klare Ablehnung der Tieranwalt-Initiative am 7. März 2010.
 
Dem Komitee „NEIN zur nutzlosen Tieranwalt-Initiative" gehören rund 100 eidgenössische Parlamentarierinnen und Parlamentarier aus den Parteien BDP, CVP, FDP.Die Liberalen, EDU und SVP an.